Michael Rolke

1954/55: N.B. Richter - to the Black Oasis

Das 1958 erstmals erschienene Werk „Auf dem Wege zur Schwarzen Oase“ Nikolaus Benjamin Richters erzählt in teils nüchterner, teils emotionaler Weise von der Erforschung eines Naturphänomens im Süden Libyens: dem Wau an Namus. Bereits 1942 war Richter im Rahmen von Forschungsfahrten zu dieser Caldera gekommen, die wohl einzigartig auf dieser Erde sein dürfte. Die Forschungsunterlagen waren jedoch in den Nachkriegswirren den Alliierten in die Hände gefallen und in deren Karto-graphie eingegangen.
1954/55 konnte Richter mit seiner Frau Lore aus der DDR ausreisen und mit westdeutschen Wissenschaftler-Kollegen diesen einzigartigen Ort erforschen, der bis dahin nur vom italienischen Geographen Desio recht oberflächlich beschrieben worden war. Das Ergebnis dieser Forschungsfahrt war eine detaillierte topographische Karte, Erkenntnisse über Flora und Fauna sowie über die Geologie und Geomorphologie dieses explodierten Vulkans.
Noch heute trifft den Reisenden der Zauber dieser Landschaft, wenn man nach ca. 280 km Einöde auf die Explosionscaldera mit drei großen und vielen kleinen Seen und viel grünem Buschwerk hinabblickt. Dort entwickelten sich nach der Explosionskatastrophe, die der Geologe Knetsch vor ca. 800 Jahren datiert, Flora und Fauna ungestört, nur gelegentlich besucht durch kleine Karawanen und Reisende.
Erst 1916 war dieser Krater von einem Europäer das erste Mal betreten worden. Ende der 30-er Jahre war er durch italienische Vermessungstrupps das erste Mal kartiert und 1940 das erste Mal überflogen worden. Seit seinem ersten Kontakt mit dieser merkwürdigen Welt des Wau an Namus im Jahre 1942 war Richter fasziniert von seinem Zauber und seinen Rätseln, die er der Wissenschaft aufgab. Im Laufe der Erzählung erlebt nun der Leser, wie die Caldera durch Richter und seine Kollegen enträtselt und entzaubert wird.
Schon die Automobile, mit denen man 1955 dorthin gelangte, waren eigentlich für die Wüste völlig untauglich. So reiste man damals mittels 2 gesponserten DKW „Meisterklasse“ mit 34 PS (3 Zylinder-Zweitakt) und Zweiradantrieb, natürlich völlig überladen mit wissenschaftlichem Material.
Weitere Ziele waren Ghadames, die Hammada el Hamra und Ghat.

English translation will follow

Expedition Photographs

All photographs were provided by Michael Rolke

Expedition Route

The dotted line represents the routes driven by Nikolaus and Lore Richter and their travel compagnons by their tiny cars. Such is very impressive since a good part of the route was not even a prepared track at that time!

Map of Waw en-Namous

DKW F 89 Meisterklasse (Universal)

The DKW Meisterklasse (English: “Master Class”) also known as the DKW F89 was a compact front wheel drive saloon manufactured by Auto Union AG between 1950 and 1954. It was the first passenger car to be manufactured by the Auto Union company in West Germany following the re-establishment of the business in the west in 1949.

Technical Data

  • Manufacturer: Auto Union AG
  • Production: 1950 – April 1954
  • Body style: 2-door saloon, 3-door ’Universal’ Estate, 2-door cabriolet
  • Layout: FF layout
  • Engine: 684 cc two-stroke straight-2
  • Transmission: 3- or (from 1953) 4-speed manual
  • Wheelbase: 2,350 mm (93 in) (2-door), 2,450 mm (96 in) (Estate)
  • Length: 4,200 mm (170 in) saloon
  • Curb weight: 860 kg (1,900 lb)- 900 kg (2,000 lb) (empty)

References

  • Nikolaus Benjamin Richter: Auf dem Wege zur Schwarzen Oase, Belleville, Munich 2003
  • Lore Richter: Inseln der Sahara, Brockhaus, Leipzig 1957